Was ist Adipositas?
Adipositas ist eine übermäßige Ansammlung von Körperfett in einem Ausmaß, das die Gesundheit beeinträchtigt. Diese chronische Erkrankung bereitet den Boden für zahlreiche ernsthafte Folgeerkrankungen – von Diabetes bis hin zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Adipositas ist keine Frage der Entscheidung, sondern eine behandlungsbedürftige Erkrankung
Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist Adipositas eine globale Epidemie, die durch einen Body-Mass-Index (BMI) von 30 oder höher definiert wird. Sie entsteht durch ein Zusammenspiel genetischer, umweltbedingter und lebensstilbezogener Faktoren.
Schwerwiegende Gesundheitsrisiken durch Adipositas
- Stoffwechsel: Typ-2-Diabetes (Zuckerkrankheit) und Insulinresistenz.
- Herz-Kreislauf: Bluthochdruck, koronare Herzkrankheit und erhöhtes Schlaganfallrisiko.
- Atemwege: Schlafapnoe und Verschlimmerung von Asthma.
- Gelenke: Arthrose in Knie- und Lendenwirbelbereich infolge übermäßiger Belastung.
Die Bekämpfung der Adipositas zählt zu den wichtigsten Schritten, um die Lebenserwartung zu verlängern und die Lebensqualität zu steigern.
FAQ
Adipositas wird anhand des Body-Mass-Index (BMI) diagnostiziert, der aus Körpergröße und Gewicht berechnet wird. Ein BMI von 30 oder höher gilt als Adipositas. Zusätzlich werden die Messung des Taillenumfangs und die Analyse des Körperfettanteils im Diagnoseprozess herangezogen.
Nein. Adipositas entsteht durch das Zusammenspiel mehrerer Faktoren, darunter genetische Veranlagung, hormonelle Störungen, bestimmte Medikamente, Schlafmangel, Stress und ein bewegungsarmer Lebensstil. Sie lässt sich nicht allein durch Ernährungsgewohnheiten erklären.
Die Behandlung umfasst Ernährungsumstellung, körperliche Aktivität, Verhaltenstherapie, bei Bedarf eine medikamentöse Therapie sowie in fortgeschrittenen Fällen die bariatrische Chirurgie (Adipositaschirurgie). Der Behandlungsplan wird individuell auf den Patienten abgestimmt.
Ein BMI zwischen 25 und 29,9 fällt in die Kategorie "Übergewicht" und ist ebenfalls mit Gesundheitsrisiken verbunden. Darüber hinaus kann ein erhöhter Taillenumfang (über 102 cm bei Männern und 88 cm bei Frauen) das Risiko für Stoffwechselerkrankungen eigenständig steigern.
Unbehandelte Adipositas erhöht das Risiko für Typ-2-Diabetes, Herzerkrankungen, Schlaganfall, bestimmte Krebsarten, Schlafapnoe und Gelenkerkrankungen erheblich. Sie kann zudem die Lebenserwartung verkürzen.